Neben vielen Fans, die selbst die Sportart „Buildering - Klettern an Gebäuden“ aktiv betreiben, gibt es auch Menschen, die das Hobby mit Skepsis oder Abneigung betrachten. Die Gründe dafür sind in vielen Fällen Vorurteile oder die Einschätzung, dass es sich um eine illegale Aktivität handelt die darüber hinaus noch zu Sachbeschädigung führt. Bei eben diesen Menschen, die sich in dieser Einschätzung  wiederfinden, kann die Wahrnehmung von Buildering durchaus negativ sein. Um dem Sport Buildering grundsätzlich zu noch größerer Akzeptanz zu verhelfen, ist es sinnvoll, dieser Einschätzung aktiv zu begegnen.

 

Die folgenden Informationen sollen als prägnanter Buildering-Appell zur Aufklärung und dem Abbau von Vorurteilen und Fehleinschätzungen dienen.

 

 

Grenzen beachten – Illegale Aktivitäten vermeiden

 

Buildering ist grundsätzlich nicht verboten. Es gibt kein Gesetz, dass Klettern an Gebäuden verbietet.

 

Lokal werden Verwaltungsangelegenheiten von Städten und Kommunen geregelt, wie bspw. die Pflichtaufgaben der Gemeinden, die diesen vom Land übertragen werden. In den Städten in denen wir selbst schon gebuildert sind bzw. angefragt haben, wurden uns jeweils von den örtlichen zuständen Ämtern (i.d.R. ist es das Ordnungsamt) unterschiedliche Rückmeldungen gegeben, wie die Lage zum Thema Buildering dort gehandhabt wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass es in vielen Städten keine Einschränkungen gibt.

 

Es gibt also lokal unterschiedliche Umgangsweisen mit dem Thema Buildering die sich durchaus von Stadt zu Stadt unterscheiden. Diese fallen unter die lokale Regelung von "Verwaltungsangelegenheiten".

 

Wenige Städte und Kommunen verbieten grundsätzlich das Klettern an Gebäuden und haben auch schon entsprechende Positionierungen verabschiedet. Hierbei ist jedoch streng genommen der Terminus "Gebäude" klar zu definieren. So kommt es, dass selbst in Städten mit "Builderingverbot" an öffentlichen Brücken, Mauern, Ruinen etc. dennoch zahlreiche Möglichketen bestehen zu klettern.

 

In den meisten Städten wird Buildering ohne Einschränkungen toleriert. Hier sollte man darauf achten, die Behinderung oder Gefährdung von unbeteiligten Personen auszuschließen. Werden zum Beispiel von Kletterern oder sichernden Personen eventuell Bürgersteige versperrt, oder wegen mangelhafter Absicherung Passanten von einem stürzenden Kletterer beeinträchtigt, ist dies nicht mehr tolerierbar. Zusätzlich muss eine Beeinträchtigung des Straßenverkehrs ausgeschlossen werden. Wenn Autofahrer wegen waghalsiger oder riskanter Klettermanöver abgelenkt werden, so gilt das als zu große Beeinträchtigung und ist nicht mehr gesetzmäßig.

 

 

Denkmalschutz

 

Grundsätzlich gilt, dass ihr das Klettern an denkmalgeschützen Gebäuden lassen solltet, solange keine ausdrückliche Genehmigung der für den Denkmalschutz zuständigen Behörde vorliegt.

 

 

Privatgebäude

 

Sofern ihr an Privatgebäuden klettern wollt, fragt am besten den Eigentümer selbst vorher um Genehmigung. Wenn er sein Okay gibt, steht der Kletterei nichts mehr im Weg. Allerdings sollte zum Beispiel das Benutzen von Magnesia auch genauestes abgesprochen werden um Missverständnisse zu vermeiden.

 

 

Keine Suren hinterlassen – „Leave your mark“ als kritisches Selbstverständnis

 

Bei allen Kletteraktivitäten ist darauf zu achten, keine Gebrauchsspuren am Gebäude zu hinterlassen. Sei es durch Gebrauch von Chalk/Magnesia oder das Anbringen von Sicherungen. Kletterer sollten den Ort genauso verlassen wie sie ihn vorgefunden haben. Der Slogan "Leave your mark" soll dazu auffordern, einen Spot bei Buildering-Spots.de einzutragen, auf das Hinterlassen von Spuren am Gebäude jedoch zu verzichten.

 

Das Klettern stellt zwar keinen unmittelbaren Gesetzesbruch dar, darf sich auf der anderen Seite aber nicht negativ auf die Fassade und Umgebung auswirken. Wird auf diesen Punkt nicht genug Wert gelegt, sind strafbare Aspekte wie zum Beispiel Vandalismus und mutwillige Beschädigung eine mögliche Zielscheibe für sorglose und unvorsichtige Kletterer.

 

Bitte bedenkt: Treten Beschädigungen von Gebäuden und Beschwerden vermehrt auf, wird das Gebäudeklettern ggf.  verboten, wo es bis jetzt noch erlaubt ist.

 

 

Grundsätzliches

 

Zwar stellt das Gebäudeklettern keinen direkten Gesetzesbruch dar, sollte man jedoch von Polizei oder Ordnungsamt angesprochen werden, ist die Devise immer freundlich und einsichtig zu bleiben!

Und denkt immer dran: Ihr seid nur Gast am Gebäude! Für uns und für Euch sicher auch selbstverständlich: Chalk hat an Fassaden nichts verloren!

 

 

Commitment von DAV und Gemeinden


Es gibt bereits viele Städte und Gemeinden in denen es eingerichtete Buildering-Spots gibt. Diese werden oft auch selbst vom Deutschen Alpenverein betreut und dienen neben Kletterhallen als offizielle Orte zum Klettern. Beispiele dafür sind Berlin, Köln oder Duisburg (als Spots bereits in der Datenbank).


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